RWE – Wie man sich selbst ins Knie schießt
Der Energieriese RWE hat einen netten imagefilm kreieren lassen. Wälder, Wiesen, Flüsse, Meer und ein freundlicher Riese, der Windmühlen pflanzt, ein Gezeitenkraftwerk und vor Bergkulisse Strommasten baut, in einem Braunkohleabbaugebiet wie in einem Sandkasten spielt usw. Perfekte (Energie(Riesen))-Welt und leider so weit weg von der Realität wie die Erde von der Sonne.
Ein unbekannter Künstler hat den Spot um 5 Zeilen Untertitel erganzt, welche ihn komplett karikieren und ihn in Bezug zur Realität setzt. 5 Zeilen Text sind genug. Greenpeace hat sich dem ebenfalls angenommen und wird noch etwas drastischer.
Scheinbar steht man bei Jung von Matt und RWE weitherhin auf Kriegsfuß mit dem Verständnis von den neuen Verhaltensweisen und Möglichkeiten im Internet. Eine solche Kampagne wird gemeinhin als “greenwashing” bezeichnet – und sie fordert geradezu zum “adbusting” heraus. Wenn 5 Zeilen Text genügen, eine Kampagne der Lächerlichkeit preis zu geben, dann muss man neue Wege suchen oder auf so einen teuren Unsinn verzichten. Wäre ich RWE, würde die beteiligten, lernunwilligen Berater an einem Kühlturm aufhängen.
Von Unbekannt:
von Greenpeace: (hier auch der Blogeintrag dazu)
PS: Ich habe gerade be Anke Gröner gesehen, dass der “I love”-Song keineswegs das erste mal in einer Werbung verwendet wird. Zurückzuführen ist auch die RWE-Idee wohl auf einen Spot von Discovery-Channel aus dem letzten Jahr …
… der damals schon zu unzähligen Remixen inspiriert hat:

heftig. danke!
Im Greenpeace Blog gibt´s das nächste Video und neue Erkenntnisse darüber, wer Modell für den Energieriesen gestanden hat:
http://blog.greenpeace.de/der-energieriese-ist-wieder-da/