Honda hat ein nettes Video über Entwicklung von Robotern gestellt, mit ein paar interessanten Einsichten. Ich bin ja ausgemachter ASIMO Fan Ich hoffe, dass ich die Marktreife dieser Dinger noch erlebe!
Weitere Kurzdokumentationen zu verschiedenen anderen Themen gibt es hier: http://dreams.honda.com/
(Disclaimer: Honda ist unser Kunde bei 90:10 Group)
Mir ist eben zu Ohren gekommen, dass ein Unternehmen die folgenden Domains von BarCamp Mainz registriert hat und sich weigert, die Seiten auf die entsprechende Internetpräsenz des BarCamp Mainz weiterzuleiten. Dabei handelt es sich um:
Abgesehen von der rechtlichen Bewertung, von der ich ehrlich gesagt keine Ahnung habe und auch nichts wissen will, gehören nach “BarCamp as a Community Mark” (siehe Chris Messinas Blogpost dazu) diese Domains auch der Community. Persönliche Befindlichkeiten und Streitereien, die bei der Organisation immer mal vorkommen können, dürfen dabei keine Rolle spielen.
Die Organisatoren des hochgelobten Mainzer BarCamp wollen ausdrücklich keine öffentliche Hinrichtung und auch ich bitte dies zu repektieren. Daher appelliere hiermit an die betreffende Firma, diesen Streit gütlich beizulegen und die Domains zu übertragen bzw. wieder auf die Internetpräsenz weiterzuleiten. Mit dieser Aktion ist wirklich niemandem geholfen. Danke!
Der Masterstudiengang CSM der Fakultät Digitale Medien an der FH Furtwangen hat sich dem „Phänomen BarCamp“ von wissenschaftlicher Seite genähert und will dazu auch eine Befragung von Barcamp-Teilnehmern durchführen.
Ich bin zur Dreamforce-Konferenz (Disclaimer: von Salesforce eingeladen) und werde die Keynote live bloggen. Ich habe noch keine Ahnung was mich erwarten wird, aber die Spannung ist groß.
Es war schon lange Zeit für eine Veränderung. Seit 1991 bin ich nun schon selbstständig und bestreite seither als Einzelkämpfer meinen Lebensunterhalt. Nachdem ich beschlossen hatte, die der Sicherheit des mittelständischen, elterlichen Bertriebes mit allen Vor- und Nachteilen den Rücken zu kehren und mich fortan alleine und ohne Unterstützung durch die Welt zu schlagen, habe ich ich mehrere berufliche Stationen durchlaufen. So habe ich in den ersten Jahren vor allem weltweite Messe- und Event Projekte geleitet und ich möchte keine Sekunde davon missen.
Dennoch, erst mit der Entstehung des Internets, hatte ich das Gefühl, meine berufliche Bestimmung gefunden zu haben. Mein vollständiger Wechsel in diesen Bereich war meinem Interesse für Informationstechnik, User Experience und Kommunikation, aber auch der vorletzten Wirtschaftskrise, 9/11 und deren ganzen Folgen geschuldet.
Besonders der langsame Aufstieg der sozialen Medien war für mich ein weiterer Meilenstein und ein persönlicher “game changer”. Alles was damit einherging, kam meinem Wunsch zu gestalten, mit anderen Menschen Dinge zusammen zu tun und damit die Welt vielleicht ein Stück besser und lebenswerter zu machen, in unerwarteter und bisher geradezu unmöglicher Weise entgegen und hat meinen Fokus ein weiteres mal neu justiert.
Dabei darf man auch die vielen BarCamps nicht vergessen, die ich (mit-)organisiert habe und die für mich eine Konsequenz von Social Media darstellen. Menschen treffen sich mittlerweile auf unzähligen Veranstaltungen überall in Deutschland, vernetzen sich, arbeiten miteinander und teilen ihr Wissen. Hier fühle ich mich zu hause und ich freue mich, an dieser Entwicklung maßgeblich beteiligt gewesen zu sein.
Mitte diesen Jahres, bin ich auf Empfehlung von Peter Bihr (Danke Peter!) mit der britischen Agentur Brando Social in Kontakt gekommen. Ich fuhr also nach London, wir unterhielten uns eine Weile, merkten dass wir zusammen passen und seither betreue ich die deutschen Kunden. Brando Social ist allerdings der verlängerte Social-Media-Arm einer PR-Gruppe, was den Gestaltungsspielraum einschränkte und was mit jedem Projekt deutlicher wurde.
Die Konsequenz war also eigene Wege zu gehen um die volle Macht von sozialen Medien nutzen zu können. Auch bei Band & Brown, der Muttergesellschaft, verstand man das. Man trennte sich im Guten und ist weiterhin geschäftlich verbunden. Kurzum: Es gibt es seit einigen Tagen die 90:10 Group und ich bin ein Teil davon. Jamie Burke, der CEO des neu gegründeten Unternehmens, beschreibt den Prozess und die dahinter steckende Philosophie einem lesenwerten Blogpost: Being a 90:10 Business
Die 90:10 Group wird sich weltweit aufstellen und nach London zunächst Büros in Mailand, Madrid, Paris und Berlin eröffnen. Ich leite die eigenständige Unit Deutschland und es gibt kaum etwas, auf das ich mich mehr freue. Schon jetzt profitieren alle von der Internationalität und ich bin sicher, wenn wir weiter zusammengewachsen sind, wird das von entscheidendem Vorteil für unser Geschäft sein.
Ich freue mich aber besonders wegen der neuen Perspektive und weil ich mit brillanten Leuten aus vielen Ländern zusammenarbeiten werde, die eine beeidruckende Erfahrung und Expertise haben und wie oben schon angemerkt “think alikes” sind. Wir haben eine Vision!
Update: Auch David Cusman, Managing Director der 90:10 Group, hat jetzt seinen Blogpost zum Start der 90:10 Group veröffentlicht: 90:10 – Open For Business
Am 11.09 fand bei T-Systems MMS in Dresden das DigitalLifeCamp, die erste interne Unkonferenz, als Weiterbildungsmaßnahme statt. Mission: Interdisziplinärer Wissensaustausch und Auseinandersetzung mit innovativen Technologien. Da ich durch mein Engagement bei BarCamps mittlerweile einige Erfahrungen mit diesem Format gesammelt habe, hat man mich seitens T-Systems engagiert, um bei der Planung und Durchführung des Events beratend tätig zu sein.
Der entscheidende Unterschied zu den offenen, partizipativen BarCamps ist bei einer internen Veranstaltung natürlich, dass die Ergebnisse nicht jedem zugänglich gemacht werden können, da hier Themen behandelt werden, die zum größten Teil nicht für die Öffentlichkeit bestimmt oder gar geheim sind und so auch nicht zugänglich gemacht werden dürfen. Des weiteren betrifft vieles die Unternehmenskultur und auch dies kann nicht in jedem Fall nach außen getragen werden.
Meine persönlichen Befürchtungen bezüglich der Schwierigkeiten, die eine Organisationsstruktur bei Großunternehmen mit sich bringen können, haben sich jedoch letztendlich als Vorurteile erwiesen. Anfangs war es wichtig zunächst einmal herauszufinden, wie ein Unternehmen wie die T-Systems MMS “tickt”. Ebenfalls schien es anfänglich, dass es ein Hindernis sein könnte, die Mitarbeiter mit der radikalen Abkehr von traditionellen Konferenzmodellen und der Forderung zur Partizipation zu sehr zu erschrecken oder gar zu überfordern.
Trotz Unterstützung durch die Unternehmensführung, welche die Idee zum DigitalLifeCamp erst ins Spiel brachte und trotz intensiver Kommunikation mit Multiplikatoren, die mittels eines Event-Blog und direkten Gesprächen geführt wurde, sah es anfangs so aus, dass kein Wille seitens der Mitarbeiter bestand, sich bei einer solchen Veranstaltung zu engagieren – das Camp war nämlich keine Pflichtveranstaltung sondern ein Angebot. Die Anmeldezahlen waren eher mäßig und das Planungsteam bekam zu wenig Feedback. Drei Wochen vor Veranstaltungsbeginn sahen wir die Lage jedenfalls kritisch und hatten Zweifel die angepeilte Teilnehmerzahl von 100-150 überhaupt erreichen zu können.
So mussten die Anstrengungen verstärkt werden um mehr Advokaten für die Veranstaltung zu gewinnen und diese vom Wert eines partizipativen Austausches zu überzeugen. Dazu haben wir eine kleine Artikelserie im Event-Blog gestartet, welche die Geschichte und die Auswirkungen auf die digitale Kultur durch Unkonferenzen erklärt. Weiterhin gaben wir den Teilnehmern durch Blogposts zu Vortragsformaten eine Toolbox zur Hand, wie sie ihre Sessions oder Diskussionen aufbauen können und wie das Timing sein sollte, damit der direkte Austausch nicht zu kurz kommt. Zuletzt wurden Interviews mit bereits angemeldeten Mitarbeitern geführt, in denen diese ihre Motivation zur Teilnahme beschrieben und ihre geplanten Session vorstellen konnten.
Trotz dieser Bemühungen dauerte es noch eine Weile, bis der gewünschte Spirit das Unternehmen langsam durchdrang. Ab einem gewissen Punkt explodierten die Anmeldezahlen dann jedoch förmlich. Als ich zwei Tage vor der Veranstaltung zu einem Meeting in die Unternehmenszentrale kam, konnte ich sehr befriedigt feststellen, dass DigitalLifeCamp das vorherrschende Thema auf den Fluren war und man in gespannter, neugieriger Erwartung war. Teilnehmerzahl zu diesem Zeitpunkt: 250
Am Morgen der Veranstaltung erschienen dann auch alle Teilnehmer pünktlich. Nach einem kurzen Frühstück wurde die Veranstaltung durch die anwesenden Geschäftsführer eröffnet, danach folgte die Session-Vorstellung inklusive extra angezetteltem Chaos, welches die erste Herausforderung zur Selbstorganisation darstellen sollte. Das haben wir dann noch etwas verschärfen müssen, weil wir den Session-Plan wegen der schieren Anzahl der Sessions kurzerhand kürzten und zwischen den ihre Sessions anpinnenden Vortragenden, einfach die gestrafften Anfangszeiten der Slots eintrugen.
Trotzdem waren Einführungen und Planung innerhalb von einer Stunde erledigt und die Teilnehmer verteilten sich mit einem Puffer von 3 Minuten auf die 6 Räume. Die Schlagzahl der Sessions war wie gewünscht hoch (30+15) und es wurde sich grundsätzlich an die vorgegebenen Zeiten gehalten. Die Themen reichten von Google Wave, Digital Employer Trends, SQL Injections bis Collaborative Intelligence und Neurosemantics, um einmal ein paar Beispiel zu nennen. Zwei kurze Pausen zum Mittagessen und Kaffee boten den Teilnehmer die Gelegenheit zum Verschnaufen. zwischen den knapp 37 Sessions.
Die Veranstaltung wurde durch eine Feeback-Runde beschlossen bei der es von den den Teilnehmern fast ausschließlich großes Lob für die Veranstaltung und das Format gab. Natürlich gab es auch Kritikpunkte, die hauptsächlich Unternehmensprozesse betrafen, aber auch die noch auszubauende Partizipation, genauer gesagt der Wunsch zu mehr aktiver Beteiligung durch die Anwesenden bei den Sessions. Trotzdem möchte ich einen Kritipunkt herausgreifen, der in meinem Verständnis keiner war. Ein Teilnehmer merkte an, dass die Fülle der Informationen sehr schwer zu verarbeiten waren. Dies mag berechtigt erscheinen. Trotzdem gilt es auch für die engagierten MMSler einen Lernprozess zu durchlaufen. Sechs konkurrierende Slots und geballtes Wissen im 30 Minuten Takt sind hart und erfordern einen bestimmte Haltung – nämlich erst die ganzen Informationen aufzunehmen und dann, in den folgenden Tagen, zu verarbeiten. Das ist ein wichtiges Element bei Unkonferenzen, sehr anstrengend aber letztendlich äußerst lohnenswert.
Was mir besonders gefallen hat ist, dass noch während der Veranstaltung ein Buch produziert wurde. Von einem Redaktionstisch aus, schwirrten Mitarbeiterinnen zu Interviews, zum Fotografieren, Scannen von ausgelegten Büchern, die überall verteilt wurden und in denen jeder seine Gedanken niederschreiben konnte, aus. Das selbstgesteckte Ziel, am gleichen Tag mit der kompletten Produktion fertig zu sein, wurde gehalten. Herausgekommen ist ein wunderschönes Buch als PDF, in dem der Spirit der an diesem Tag herrschte, wunderbar eingefangen und gleichzeitig ein einmaliges Dokument geschaffen wurde, das die Themen des DigitalLifeCamps aufbereitet hat.
Bei T-Systems MMS ist man entschlossen das Format weiterzuführen. Ein Teilnehmer sagte mir, dass er den Eindruck habe, dass diese Veranstaltung das Unternehmen nachhaltig verändert habe.
Ich freue mich jedenfalls Teil dieses Experimentes gewesen sein zu können und helfen konnte, den Spirit der Unkonferenz-Kultur in ein Unternehmen zu tragen. Ich hoffe, dass sich in Zukunft mehr Unternehmen entscheiden können diesen Weg zu gehen. Das DigitalLifeCamp hat jedenfalls gezeigt, dass sich das mehr als lohnt!
nicht mehr ganz 4 Wochen und das BarCamp Hamburg öffnet seine Türen. Wie auch im vorherigen Jahr, werden wir 400 Plätze haben. Die Anmeldung für die Veranstaltung, die dieses mal schon an einem Freitag beginnt, öffnen wir am kommenden Mittwoch, den 21.10.2009
Ab 12.00 Uhr kann man sich für die beiden Tage unter folgender Adresse anmelden:
Wir haben uns entschlossen alle Plätze auf einmal freizugeben, es werden also keine weiteren Wellen folgen. Auch die Trennung zwischen Erstbesuchern und denjenigen, die schon einmal ein Camp besucht haben, sind aufgehoben.
Das hat auch mit der Entscheidung zu tun, dieses mal bereits Freitag mit der Veranstaltung zu beginnen. Viele von euch haben familiäre oder sonstige Verpflichtungen und sind am Wochenende nicht immer verfügbar. Auf diese Weise haben auch diejenigen mal die Gelegenheit ein Camp zu besuchen, die sonst vielleicht nicht kommen könnten.
Wir freuen uns auf euch!
Vivian, Nicole, Alex G., Florian, Alexander E., Dennis, Andreas und Franz
Achtung: Voraussetzung ist eine vorherige Anmeldung in unserem Mixxt Netzwerk, zu finden unter folgender Adresse: