BarcampCologne – die Abrechnung

Dass das erste BarCamp in Köln es ein Erfolg war muss hier nicht mehr in epischer Breite wiederholt werden. Wir, als die Organisatoren, können in jedem Fall noch hinzufügen, dass es unsere Erwartungen in jeder Hinsicht übertroffen hat. Angemeldet waren 155 Personen, 43 standen noch auf der Warteliste, 21 konnten nicht kommen (und bedauern das). Am Samstag waren mindestens 138 Teilnehmer anwesend (laut unserem Un-Registrationdesk), am Sonntag kamen einige hinzu, während andere wegblieben. So kommen wir wohl knapp an insgesamt 150 Teilnehmer und haben unser Ziel erreicht.Es gab 38 Sessions (ein paar müssen noch eingestellt werden), die insgesamt einen guten Mix ergaben. Unser Konzept, den Fokus nich nur auf rein technische Themen zu legen sondern auch die Schnittmengen bei den neuen Entwicklungen zu suchen und zu beleuchten ist somit aufgegangen. (z.B. Einfluss Web2.0 auf Politik und Gesellschaft von Angie Reinhardt, die Creative Commons Session und die Polizei Session von Guido Karl).

Es gab und gibt jetzt:

  • Einen Polizisten, der jetzt bloggt.
  • Einen Teilnehmer der sich, nach 20 Jahren im Angestelltenverhältnis, wieder selbstständig macht und sich hier den letzten Kick geholt hat.
  • Viele gute Gespräche
  • 45 € :( an Spenden für Creative Commons (ich verdopple), jeder kann hier noch was tun!
  • Spannende Themen
  • Neue Erkenntnisse
  • Nette Bekanntschaften
  • Ein neues Barcamp Frankfurt
  • Barcamper die sofort mehr wollen und am 16./17. Dezember zum Barcamp Nürnberg fahren
  • Viel Dynamik und Begeisterung
  • derzeit 627 Fotos auf flickr und 76 auf sevenload tag “barcampcologne”
  • bald eine Reihe von Sessionvideos, die alle auf sevenload gehen, weil Video hier ungeschlagen ist. Wir informieren euch, wenn sie fertig sind.

Von Barcamp Kindern und Ehen ist uns noch nichts bekannt, wenn ja bitte melden :)

Wir haben auch Erfahrungen in der Organisation gesammelt, persönliche und auch durch unsere Mini-Umfrage (PDF) die wir durchgeführt haben und noch eine Weile weiterlaufen lassen (freundlicherweise von Jens Parrée, team|networks, während der Laufzeit gebastelt). Diese werden wir an die Camps in Nürnberg und Frankfurt weitergeben und es auch bei unserer Planung für das nächste Mal einfliessen lassen. Es gibt aber auch Wünsche, denen wir nicht nachkommen werden um den Spirit zu erhalten und und die Kreativität nicht einzuengen. Es gibt aus gutem Grund ein paar Regeln für Barcamps an die wir uns halten werden!

Ich persönlich war vom Spirit übrigens sehr angenehm überrascht. Das war im Vorfeld meine größte Sorge, daß wir den nicht transportieren können. Das Eis war aber mit “einfach Porno Schorsch googlen” in der Vorstellungsrunde sofort gebrochen und von da an war es irgendwie ein Selbstläufer.

Ich möchte hier auch nochmal auf die Leute eingehen, die geholfen haben, das Barcamp möglich zu machen. Zuerst einmal Angie Reinhardt, Sascha Aßbach, Kai Uhlemeyer, Jan Kus und Tim Scheider, die unzählige Stunden damit verbracht haben, Pressemitteilungen zu schreiben, Sponsoren abzuklappern, sich Sachen auszudenken, Besorgungen zu machen, das Wiki zu pflegen…es schien manchmal endlos, aber die haben mit wachsender Begeisterung einfach weiter gemacht. Chrystal Williams, Tim Bonnemann und Tomas Caspers für den nicht abreißenden Input, Henning Krieg, Albrecht Goebel und Florian Krakau für Video, Ole Wiemeler für das Mashup und die vielen anderen Ungenannten, die mit verschiedensten Dingen ausgeholfen haben. Natürlich Christian Ebert von QSC, besonders für das unsagbare WLAN. Er ist nachts noch durch die Hallen gegeistert und hat für die ideale Ausleuchtung gesorgt. Das Süßeste von Allem waren natürlich die Muffins von Christin Heuser (im doppelten Sinn).

Vielen Dank auch nochmal an die Sponsoren. Wir haben sehr viel Hilfe von euch erfahren. Ohne die wäre alles nicht möglich gewesen und wir fanden es klasse, daß ihr euch auf diese Experiment eingelassen habt. Hier die Liste:

QSC AG, Köln (Veranstaltungsort, Internet Access, finanzielle Unterstützung)
DocCheck AG, Köln (finanzielle Unterstützung)
team|networks, Köln (finanzielle Unterstützung)
newthinking communications, Berlin (Party)
Ormigo und sevenload, Köln (Bier für Samstagabend “after work”)
O’Reilly GmbH & Co. KG (finanzielle Unterstützung)
plazes AG (finanzielle Unterstützung)
Powerflasher GmbH (FlüssigPower zur Kreativmaximierung)
Supreme NewMedia GmbH (Fotoshooting + Webgallery im Anschluss)

Einen Nicht-Sponsor möchte ich euch nicht vorenthalten. Die Medien Stadt Köln: Bei der Stadt Köln hat man sich mit unserer Anfrage, die Veranstaltung zu sponsern auch eindringlich beschäftigt und uns dann folgende Absage erteilt:

“…wir können keinen Kölnbezug herstellen…” und “…wenn wir solche Veranstaltungen sponsern möchten wir auch Einfluß darauf nehmen…”

Ich kann mit einer Absage immer gut leben. Wer nicht will, der hat schon. Aber die Absage war einfach zu fadenscheinig. Kein Kölnbezug? Wie bitte? BarCamp COLOGNE! Und Einfluss auf eine Non-Profit Veranstaltung? Das geht schon mal gar nicht. Als Medienstadt haben sie sich mal wieder disqualifiziert in meinen Augen. Ich beneide die Nürnberger, 3000 € vom Amt für Wirtschaft, einfach so. Kleine Anekdote am Rande: Wir haben bei einem Herrn von der Stadt Düsseldorf einen mittelschweren Lachkrampf verursacht, als wir bei ihm für Sponsoring anfragten, mit der Köln Story als Hintergrund. War nicht ganz ernst gemeint, aber wir hätten es genommen, das wäre ein Spaß gewesen! Wieso? Nicht Kölner können mal bei der Schlacht von Worringen anfangen.

Auch unsere deutschsprachigen, traditionellen Medien haben sich vornehm zurückgehalten, trotz professioneller Pressearbeit im Vorfeld. Naja, CNN und Wired haben ja auch schon drüber berichtet, hier müssen es die Blogger halt machen. Auch gut, wir nehmen uns nicht so wichtig. Schlaft weiter!

Ausrücklich ausnehmen davon möchte ich Ole Meiners, der für macnews.de und die Macwelt schreibt. Der hat sich hingesetzt und was geschrieben. Danke Ole!

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Wir wollen im Sommer in Köln wieder ein BarCamp haben. Diesmal mit campen. Sollte es wieder in der gewohnten Umgebung stattfinden können, hat man uns schon signalisiert (gutes Wort in diesem Zusammenhang), daß WLAN natürlich auch auf der Wiese und in einem Zelt möglich ist.

Vielen Dank nochmal an alle Teilnehmer. “Ihr seid Barcamp” ist wörtlich genommen worden. Es hat uns einen riesigen Spaß gemacht. Danke!

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5 Responses to “BarcampCologne – die Abrechnung”


  1. 1stefan

    Danke nochmal an alle für die ausgezeichnete Veranstaltung!

  2. 2WebWorkBlogger

    Und nochmal Danke für die großartige Veranstaltung. Damit hast du etwas losgetreten… :)

    Schade wegen der Stadt Köln. Die müssen noch ein wenig dazu lernen… Genau solche Hintergrundinfos finde ich übrigens klasse!

    Weiter so, Franz! Vielleicht sehen wir uns auf dem Barcamp Shanghai.

  1. [...] franz patzig – auch wenn er es nicht gerne hört “mr. barcampcologne” blog und an dieser stelle auch ein besonderer hinweis auf sein persönliches barcampcologne roundup [...]

  2. [...] Für die Augen sei an dieser Stelle noch ein abschließendes Resumée von Franz zu empfehlen. Was dort über die Medienstadt Köln und die hierzulande doch sehr verschlafenen klassischen Medien steht, kann ich im Rückblick auf die Vorbereitung des BarCamps nur bestätigen. Es ist eben doch nicht nur immer alles eitel Sonnenschein. Was zählt sind aber die good Vibrations die Teilnehmer mit nach Hause genommen haben. [...]

  3. [...] habe das erste Barcamp in China, das am 24.09.2007 in Shanghai stattfand mitorganinisiert und das zweite Barcamp in Deutschland in Köln am 25. und 26. 11.2007 initiiert. Hier noch flickr photos von Shanghai und [...]

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