Facebook deaktiviert Robert Scoble
Eine neue, wohl kalkulierte Konfrontation gibt es zwischen Facebook und Robert Scoble. Nachdem er ein Script benutzte und somit die Facebook “Terms of Service ” verletzte, wurde sein Account deaktiviert. Was genau er getan hat, will er erst mit nach einem Gespräch mit dem Autor des Scripts bekannt geben, jedoch schreibt er in seinem Blog:
I am working with a company to move my social graph to other places and
that isn’t allowable under Facebook’s terms of service.
Das neue Jahr startet also mit einem Kampf um die das Eigentum an persönlichen Daten, wobei sich der automatische Facebook Deaktivierer wohl einen unbequemen Gegner ausgesucht hat. Natürlich gibt es auch eine Facebook Gruppe mit dem Namen: Facebook re-open Robert Scoble account !!!!!
Good times! Free Data!
Update: Mehr dazu bei Tech-Crunch UK.

Ja, das ist sehr groß. Go Scoble go!
Naja, über eines sollte man sich im Klaren sein: Facebook, StudiVZ, MySpace & Co: Das sind alles keine spaßigen Communities zum kostenlosen Zeitvertreib: Sie alle verfolgen ein Ziel: Möglichst viele Userdaten zu sammeln und zu Geld zu machen.
Die schalten ja auch kräftig Werbung und/oder sind kostenpflichtig.
Die Ziele der Anbieter müssen ja nicht deckungsgleich mit meinen sein. In nicht allzu ferner Zukunft müssen sich die Social Networks davon verabschieden, die Daten der User einzusperren. 2008 wird das Jahr der Entscheidung.
Irgendwie kann ich mich nicht darüber aufregen, dass Scoble nun deaktiviert ist. Er hat klar gegen die Facebook ToS verstoßen, wenn ich das bislang alles richtig verstanden habe.
Weiterhin bin ich mir nicht darüber im Klaren, ob er weiß, dass Social Network Portability nicht gleichbedeutend ist mit Ichkannallesüberallmithinnehmenundmussniemandenfragen. Seine Kontakte haben einen Facebook Account und konnten bislang davon ausgehen, dass die Nutzung so abläuft wie in den ToS beschrieben. Social Network Portability wird niemals akzeptiert werden, wenn das schöne Wort Privacy nicht eine große Rolle darin spielen wird.
Scoble könnte der Sache mehr geschadet als genutzt haben.
Ich stimme dir zu, Carsten. Jetzt nachdem ich den Hintergrund mit Plaxo Pulse und dem Vorgehen kenne, muss ich sagen dass Facebook hier richtig und Scoble bzw. Plaxo falsch gehandelt haben.
Siehe auch hier: http://www.franztoo.de/?p=614
Ok, nach TOS ist Robert im Nachteil, aber die Diskussion hier ist eher wichtiger. Und Privacy hat in anderswo stattfindenden Diskussionen um solche Daten auch schon ihren Stellenwert.
Einerseits will man nicht, dass die eigenen Daten (dazu zähle ich auch meine Kontakte) irgendwo eingesperrt sind und andererseits will man aber auch auch als solch ein Kontakt nicht, dass was auch immer mit diesen Daten gemacht wird. Ich denke, da müssen entsprechende Policies her, dass jeder einstellen kann, was und was nicht erlaubt ist und das möglichst an einer zentralen Stelle und nicht an x Stellen.
Wichtige Sites hier sind im übrigen dataportability.org und auch die Social Network Portability Group: http://groups.google.com/group/social-network-portability
Im übrigen wurde der Account wohl wieder reaktiviert. Es bleibt die Diskussion und daher ist es gut, dass dies passiert ist. Meine Vorhersage stimmt auch überein: 2008 wird ein wichtiges Jahr in diesen Gebieten.
Ich denke auch, dass Privacy sehr entscheidend sein wird. Zum Glück sind auch ein paar der US Jungs schon auf den Trichter gekommen, was allerdings nicht bedeuten muss, dass das jemand bei irgendwelchen Implementationen “vergisst”.
Warten wir mal ab, was aus der Diskussion wird. Ich sehe es auch nicht mehr so negativ wie noch gestern. Schlafen hilft manchmal.