Eigentlich keine große Sache aber dennoch ärgerlich. Ich habe Markus Beckedahl ein Photo überlassen, das er bei passenden Gelegenheiten anderen ohne Honorar mit Namensnennung überlassen kann.
Das hat er auch vor der re:publica für einen Artikel von Johannes Boie (den ich wegen, meiner Meinung nach gelinde gesagt sonderbaren Ansichten, als Autor sowieso nicht besonders schätze) in der Sueddeutschen Zeitung getan.
Unter dem Foto ist mein Name falsch geschrieben. Ich wurde mal wieder zum “Frank” gemacht. Das kommt häufiger vor und ich finde es auch nicht besonders schlimm. Kann man ja korrigieren – und weil ich Fotos schon honorarfrei zur Verfügung stelle, wünsche ich mir dann wenigstens eine korrekte Schreibweise.
Aus diesem Grund habe ich der Sueddeutschen am 14. April per Mail einen Hinweis darauf geschickt und höflich darum gebeten, diese Korrektur vorzunehmen. Am 15. April hat man mir geantwortet und mit mitgeteilt, dass meine Anfrage and die richtige Stelle weitergeleitet würde.
Als sich dann am 19. April immer noch nichts getan hat, habe ich die weitere Verwendung meines Photos untersagt. Darauf habe ich weder eine Antwort erhalten, noch ist der Photo-Credit korrigiert und das Foto ist natürlich (am 22. April) immer noch online.
Eigentlich habe ich keine Lust mich weiter damit zu beschäftigen. Trotzdem erwäge ich das von meinem Anwalt mit den gatekeependen Qualtitätsjournalisten klären zu lassen. Die Ignoranz nervt mich eben.
Update 21.07: Johannes Kuhn, der das Digital-Resort von der Süddeutschen betreut, hat sich bei mir entschuldigt. Laut seiner Aussage ist ihnen die Sache irgendwie durchgerutscht. Kann passieren, Entschuldigung angenommen, Fall erledigt.
5 Responses to Wie es die Sueddeutsche mit einem Photo-Credit hält
Torsten | 22. April 2010 at 22:11
Wieso hast Du prinzipielle Vorbehalte gegen Johannes Boie? Gerade im letzten halben Jahr hat er sehr bemerkenswerte Texte geschrieben – zum Beispiel diesen über die Abmahnindustrie:
http://www.sueddeutsche.de/computer/193/504406/text/
bosch | 22. April 2010 at 22:56
Das ist doof. Die Berliner Morgenpost macht es erstaunlicherweise ganz vorbildlich:
http://www.morgenpost.de/ratgeber/technik/article1290912/Ich-twittere-weil-es-geht.html
Franz Patzig | 23. April 2010 at 07:54
@Torsten
Das mag stimmen. Er hat aber auch viel geschrieben, was mir nicht gefallen hat oder was ich sogar ärgerlich fand. Die Auswahl ist ja glücklicherweise groß.
Jemand | 31. Mai 2010 at 19:13
Per Zufall stosse ich auf diese Seite. Mit dem Vornamen komisch, dass sie das nicht sofort korrigiert haben.
Geduld nicht verlieren!
Johannes Kuhn | 20. Juli 2010 at 17:57
Lieber Franz Patzig,
ich bin gerade durch Zufall auf Ihren Eintrag gestoßen. Deshalb eine etwas verspätete Reaktion und eine dicke Entschuldigung dafür. Ich habe Ihnen auch eine E-Mail zum Thema geschickt – entweder Ihre Nachricht hat mich nicht erreicht, oder ich habe sie schlicht übersehen. In jedem Fall darf das nicht passieren. Das Bild haben wir entfernt.
Beste Grüße,
Johannes Kuhn (der das sde-Digitalressort betreut)